Wenn man ein neues Smartphone hat, denkt man meist an teure Handytarife um möglichst mobil surfen zu können ohne auf ein Datenvolumen oder Zeitlimit zu achten. Hin und wieder soll natürlich auch telefoniert oder mal eine SMS versendet werden. Den meisten geht es aber darum, das Internet in der Hosentaschen zu haben.
Der herkömmliche Handyarif
Schaut man sich die gängigen Tarife an, belastet man leicht sein Budget um 25 – 40 Euro pro Monat. So kommen da schon mal 600 – 960 Euro über eine Laufzeit von 2 Jahren zusammen. Auf den ersten Blick erscheinen diese Tarife recht interessant. Der Teufel aber steckt wie immer im Detail. Klar ist eine Internetflat dabei, wobei auch hier meist nur die ersten 200 MB im Highspeedmodus genutzt werden kann. Danach wird eine Geschwindigkeit gedrosselt, die an die guten alten Modemzeiten erinnert.
Und dann ist da auch noch die Telefonflat inklusive. Doch sollte man bedenken, dass diese oft nur im eigenen Netz (eventuell noch im deutschen Festnetz) verwendbar ist. Beispielsweise bei einem Telekom D1 Vertrag auch nur innerhalb von D1. Sobald Ihr zu D2, O2 oder E-Plus telefoniert, zahlt Ihr den üblichen Minutenpreis des Vertrages, nicht selten 19 Cent oder mehr pro Minute. Und da frage ich mich, wer meiner mobilen Gesprächspartner telefonierten den nun im D1-Netz? Konnte man früher noch auf Grund der Handyvorwahl erkennen, wer in welchen Netz telefoniert, ist das heutzutage aufgrund der Rufnummernportierung kaum möglich. Ich habe zum Beispiel eine D1-Vorwahl, telefoniere aber im O2-Netz.
Dann gibt es zu diesen Verträgen noch Inklusiv-SMS. 50 oder 100 sind da keine Seltenheit. Jede weitere kostet dann auch meist 19 Cent. Bei einigen Verträgen habe ich auch schon so unzeitgemäße 3000 Inklusive-SMS gesehen. Selbst als verliebter Teenager müsste man pro Tag 100 SMS senden, um die bezahlte Leistung auch zu nutzen. Zumal ich mich dann wieder frage, wieso braucht man im mobilen Internetzeitalter überhaupt noch SMS, wenn es auch ganz umsonst geht? Zumindest von Smartphone zu Smartphone.
Schauen wir uns doch mal so einen typischen Vertrag an, den Telekom Call and Surf Mobil S Friends.
- mit Wochenend-Flatrate
- Gratis Gespräche zu Telekom und ins dt. Festnetz
- monatlich 120 Freiminuten in alle Netze
- Internet Flatrate (200 MB Highspeed, danach Drosslung der Geschwindigkeit auf 64 kb)
- weitere SMS kosten je 19 Cent
- Nach Verbrauch der Freiminuten kostet jede weitere Gesprächsminute “günstige” 29 Cent!
Warum für Zusatzleistungen zahlen, die man nicht nutzt?
Ihr seht, worauf ich hinaus will. Man bezahlt Monat für Monat seinen Obulus an den Provider. Egal ob Ihr Eure Flat, Inklusiveminuten oder -SMS für diesen Monat genutzt habt. Diese sind nämlich nicht auf den nächsten Monat übertragbar, denn sie gelten nur in dem entsprechenden Abrechnungszeitraum. Und wenn Ihr 4 Wochen im Auslandsurlaub seid, habt Ihr auch Pech gehabt. Denn sämtliche Flats und Inklusivezugaben gelten nur im Inland. Ausnahme hier ist bei der Internetflat von Vodafone. Bei einigen D2 Tarifen kann man auch in diversen Ländern das mobile Internet verwenden.
Und was ist jetzt die Alternative? Gibt es überhaupt Alternativen? Ich sage ja, nämlich Prepaidverträge von Discountmobilfunkunternehmen. Prepaidverträge? Sind das nicht die, bei denen man sich eine Wertkarte an der Tankstelle oder bei Aldi holt um dann den Code freizurubbeln? Na ja, diese gibt es sicher auch, nur diese meine ich nicht. Das wäre ja schlimm, wenn das Guthaben alle und dummerweise kein Aldi oder eine Tankstelle in der Nähe ist.
Heutzutage kann man beispielsweise sein Guthaben einfach per SMS oder über das Internet aufladen. Bei einigen Anbietern geht das auch automatisch, sobald das Guthaben einen gewissen Grenzwert erreicht hat. Die Abbuchung erfolgt bequem vom eigenen Konto. Die Abrechnung der Gesprächs- oder SMS-Kosten kann man im Internet einsehen. Ein Prepaidvertrag ist wie der Name schon sagt, auch ein Handyvertrag. Nur ist hier die Kündigungsfrist meist monatlich und Ihr zahlt nur das, was Ihr wirklich verbraucht. Statt 25 oder 40 Euro liegt man hier vielleicht bei 5 – 10 Euro bei gleichem Nutzungsverhalten.
Trotzdem ein normalen Vertrag abschließen am Beispiel des Samsung Galaxy S3
Jetzt alle “normalen” Handyverträge schlecht zu machen, ist sicher auch nicht richtig. Hin und wieder haben diese auch eine Daseinsberechtigung. Selber würde ich nur dann einen abschließen, wenn es ein schickes Handy als Zugabe gibt und dieses über die Laufzeit von 2 Jahren günstiger oder zumindest maximal gleich teuer ist sowie die angebotenen Zusatzleistungen zu meinem Nutzungsverhalten passen. Also etwa Internetflat von 200 MB, 30 Freiminuten in alle Netze und 30 SMS.
Beispiel: Das Samsung Galaxy S3 gibt es im günstigsten Fall im freien Internethandel (heute bei Ebay gesehen) für 499 Euro. Pro Monat gebe ich für Gespräche, SMS und Internet maximal 5 Euro aus. Heißt, wenn ich unbedingt das Samsung Galaxy S3 haben möchte, darf mich der Vertrag nicht mehr als 25,95 Euro pro Monat kosten.
120 € - Mobilfunkkosten heute 5 € x 24 Monate
500 € - Samsung Galaxy S3
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620 € / 24 Monate
25,83 €
Die Alternative
Ich habe mal drei Prepaid- und Postpaidtarife rausgesucht, wovon ich natürlich selber einen nutze. Diese eigenen sich besonders dann, wenn man schon ein Smartphone hat oder sich eines aus einem der “Schubladenverträge” besorgt. Ich stelle diese in den nächsten Tagen detailliert vor, mit allen vor und Nachteilen. Den auch hier gilt es zu beachten, diese Tarife müssen zum eigenen Telefonverhalten passen. Im Speziellen geht es dann um netzclub, Discotel und die DeutschlandSIM.
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